Markus Strahm beim Training für die SwissSkills

Zurück auf die Baustelle – Markus Strahm macht sich fit für die SwissSkills

Markus Strahm hat seine Maurerlehre bei der O. Wyss AG in Eggiwil mit Bravour abgeschlossen. Jetzt zeigt der 19-Jährige einem grösseren Publikum, was er drauf hat. Er bleibt gelassen, wenn’s drauf ankommt – auf der Baustelle, bei den SwissSkills im Herbst oder im Sägemehl beim Schwingkampf.

Text / Bild: Kinamo

Nach einigen Monaten Rekrutenschule freut sich der 19-jährige Markus Strahm richtig darauf, wieder zur Arbeit zu gehen. Als Sappeur hat er in der RS zwar Brücken gebaut, aber viel zu wenig für seinen Geschmack. Jetzt kann er bei der O. Wyss AG in Eggiwil im Emmental wieder richtig anpacken – genau so, wie es ihm passt: Handwerk, viel Fleiss, und gute Stimmung auf einer richtigen Baustelle. 

Markus Strahms nächster Einsatz ist bei einem Mehrfamilienhaus in Steffisburg am Thunersee, wo viel gemauert wird. «Ich bin froh, wieder draussen zu sein», sagt Markus.

Baustelle

Einfach mit den Händen arbeiten, im Dreck  – das ist genau mein Ding.

Markus Strahm, SwissSkills 2025 Finalist

Markus hat im letzten Sommer seine Lehre zum Maurer bei der O. Wyss AG abgeschlossen – als einer der besten seines Fachs. Im Herbst tritt er nun an den SwissSkills in Bern an. Dort misst er sich mit den besten Maurerinnen und Maurern der Schweiz. Gelassen blickt er dem Wettkampf entgegen. Nicht, weil er ihn auf die leichte Schulter nimmt – sondern weil ihn so schnell nichts aus der Ruhe bringt.

Markus beim Training für die SwissSkills

Kurz nachgefragt

Was geht dir durch den Kopf, wenn du an die SwissSkills denkst?
Markus: Ich freue mich auf die Tage in Bern. Es wird sicher spannend.

Wie bereitest du dich konkret auf den Wettkampf vor?
Markus: Ich werde einige Trainings mit einem Experten in Thun machen. Dort wird gemauert, wir frischen meine Kenntnisse auf, schauen uns neue Sachen an. Einfach, damit ich wieder richtig reinkomme nach der RS.

Bleibt neben dem Arbeiten und der Vorbereitung noch Zeit für Hobbys?
Markus: Ja, das geht gut. Ich bin am Abend rechtzeitig zuhause – das reicht gut für mein Training im Schwingklub Siehen.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Markus: Erst mal Erfahrung sammeln auf dem Bau. Später vielleicht die Weiterbildung zum Bauvorarbeiter oder Baupolier. Aber alles zu seiner Zeit.

Wo siehst du die grösste Herausforderung im Wettkampf?
Markus: Ich glaube, die grösste Herausforderung ist, dass man auf den Punkt bereit sein muss. Man legt los, ohne vorher zu wissen, was kommt. Es ist eine andere Situation als auf der Baustelle – aber wenn ich konzentriert bleibe, kommt das gut.

Steckbrief Markus Strahm

Wenn Markus Feierabend hat, zieht er nicht gleich die Füsse hoch. Er ist aktives Mitglied im Schwingklub Siehen. Im nächsten Jahr will er seinen ersten Kranz holen. «Das wäre ein grosser Schritt. Ich trainiere viel dafür – und freue mich auf die Saison.»

Dieses Durchhaltevermögen sieht man auch auf der Baustelle. Markus ist kein Mann der grossen Worte. Aber einer, der zupackt. Und das mit einer ruhigen, konzentrierten Art. Ihm gefällt die Vielseitigkeit seiner Aufgaben. Er mache «geng chli aues», sagt er auf Berndeutsch. Hauptsache Abwechslung, Hauptsache draussen. Die O. Wyss AG  kann ihm das bieten: 1960 gegründet, zählt das Unternehmen heute 36 Mitarbeitende und ist im Hoch- und Tiefbau ebenso tätig wie bei Renovationen. 

Einer, auf den man zählen kann
Ändu Schmutz, Bauführer und verantwortlich für die Lernenden bei der O. Wyss AG, hat Markus während der Lehre begleitet – und auch jetzt auf dem Weg zu den SwissSkills. «Markus ist ruhig, bodenständig und sehr selbstständig», sagt er.

Er macht, was es zu machen gibt – genau so einen kann man brauchen.

Ändu Schmutz, Bauführer O. Wyss AG

Die Firma stellt Markus alles zur Verfügung, was er für seine Vorbereitung braucht. «Wenn etwas ist, meldet er sich. Aber meistens regelt er’s gleich selbst», meint Ändu schmunzelnd. 

Was nach den SwissSkills für Markus Strahm kommt, ist noch offen. Vielleicht eine Weiterbildung zum Bauvorarbeiter. Vielleicht ein Kranz im Schwingen. Sicher aber: Erfahrung sammeln und dranbleiben. «Jetzt zuerst der Wettkampf – und dann schauen wir weiter.» Ändu nickt und lächelt seinem Schützling zu:  «Er hat das Flair für den Beruf. Ich traue ihm viel zu.»

Bauberufe.ch wünscht Markus eine erfolgreiche Teilnahme und viel Spass an den SwissSkills. Junge Talente wie er sichern die Zukunft unserer starken Baubranche – wir sind stolz auf dich!


Petra Stocker

Kampagnenleiterin Berufsmarketing

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