Maschinisten-Teamarbeit

Traumberuf für Verantwortungsbewusste

Auf dem ehemaligen Reichhold-Areal trifft schwere Technik auf grosse Verantwortung. Baumaschinenführer Fabian Steimer führt einen 30-Tonnen-Bagger über gefährliches Gelände für die Sanierung von Altlasten. Er arbeitet dort, wo andere lieber Abstand halten und lebt dabei jeden Tag seinen Traum vom Baggerfahren.

Text/Bild: Kinamo

Fabian Steimer, 37, sitzt in der Kabine einer tonnenschweren Maschine und gräbt sich durch belasteten Boden. Der Baumaschinenführer bei der Eberhard Bau AG arbeitet an einer aussergewöhnlichen Baustelle: Das ehemalige Chemieareal wird zu neuem Leben erweckt. Aus der Industriebrache wird der Campus Reichhold, ein moderner Wirtschaftsstandort mit Raum für Gewerbe, Produktion und ein geplantes Rechenzentrum.

Die frühere Nutzung des Areals im Chemie-Bereich hat Spuren im Boden hinterlassen. Gefährliche Materialien sind in den Boden gesickert. Seit Ende 2023 arbeiten Fabian Steimer und sein Team hier an der Altlastensanierung. Die Arbeiten im Boden sind anspruchsvoll, Fabians Blick geht immer wieder zum Gasdetektor. Das Baustellenteam trägt Schutzanzüge und Masken – Sicherheit geht vor.


Grosse Träume, grosse Verantwortung
Auch sonst gilt im Alltag eines Baumaschinenführers: volle Konzentration. «Man muss immer die Augen offen haben.» Doch neben den spannenden Herausforderungen ist es auch die Tätigkeit an sich, die Fabian an seinem Beruf begeistert. Für ihn ist sein Beruf ein wahr gewordener Kindheitstraum.

Schon als Bub wusste Fabian, was er wollte. «Wenn meine Mutter mich früher im Dorf suchte, fand sie mich immer dort, wo eine Baustelle war», erzählt er und lacht. Später durfte er während der Schulzeit aushelfen.

Ich wurde teilweise aus der Schule genommen, weil das Baugeschäft angerufen hat.

Fabian Steimer, Baumaschinenführer, Eberhard Bau AG

Mit 16 stand sein Weg fest. Nach der Lehre als Strassenbauer absolvierte er die Weiterbildung zum Baumaschinenführer, erst die Grundausbildung mit Spezialmodul M1 für Baumaschinen ab 2 Tonnen bis 5 Tonnen Leergewicht. Heute fährt er mit Stolz seinen eigenen 30-Tonnen-Bagger: «Der Bagger gehört zu mir – das ist fast wie meine Frau am Arbeitstag», sagt er mit einem Grinsen.


Faszination Baumaschinen
Der Beruf hat sich verändert, aber Fabians Begeisterung ist geblieben. «Früher wurde viel mehr von Hand gemacht, heute läuft nahezu alles mit Maschinen.» Mit GPS, digitalen Anzeigen und hydraulischem Schnellwechsler geht’s schnell voran. Und drinnen in der Kabine sei’s wie im Auto: «Klimaanlage, Radio, Freisprechanlage. Was will man mehr?», fragt Fabian mit einem Augenzwinkern.

Auch ein weiterer Aspekt ist trotz aller Technik gleich geblieben: «Der Maschinist gibt das Tempo vor. Wenn der Bagger steht, steht der ganze Bau.» Auf modernen Baustellen ist der Baumaschinenführer oft der Taktgeber für den gesamten Ablauf. Fabian liebt, was er tut. Auf seinem Bagger, einem Typ 326, ist er in seinem Element. Für ihn habe sich nie die Frage gestellt, ob er etwas anderes machen möchte.

Für mich ist von klein auf bis heute klar: Ich will Bagger fahren.

Fabian Steimer, Baumaschinenführer, Eberhard Bau AG



Ausgeträumt hat Fabian Steimer allerdings noch nicht. «Einmal einen 100-Tonnen-Bagger fahren – davon träume ich schon noch!» Bald dürfte sein Traum Realität werden: Auf Fabian wartet ein entsprechender Einsatz am Flughafen Zürich, bei dem die Eberhard Bau AG schwere Bauarbeiten ausübt.

Apropos Träume … wenn Fabian über seinen dreijährigen Sohn spricht, lächelt er breit. «Er ist jetzt schon angefressen. Während ich Bagger fahre, hat er seinen im Sandkasten.» Gut möglich, dass der Sohn mal in die Fussstapfen seines Vaters treten wird.

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Eine Karriere auf dem Bau hat viel zu bieten. Um Fachkräfte der Zukunft anziehen, ausbilden und in der Branche halten zu können, kommt den Bauunternehmen eine zentrale Rolle zu. Auf den Baustellen der einzelnen Firmen entscheidet sich, ob interessierte Talente bleiben und zu Leistungsträgern werden können. Viele Bauunternehmen machen hier einen tollen Job. In der Berufswerbungskampagne setzen wir bewusst auf gute Geschichten direkt aus den Unternehmen.   

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Petra Stocker

Kampagnenleiterin Berufsmarketing

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