Übersicht Ausbildungsmöglichkeiten Maurer/in
Abschluss EBA
Maurer/in EBA
- Dauer: 2 Jahre
- Praktische Ausbildung: Du verbringst vier Tage pro Woche in einem Bauunternehmen und lernst dort alles Wichtige direkt auf der Baustelle.
- Schule: An 1 Tag pro Woche besuchst du die Berufsfachschule und erhältst dort das theoretische Wissen für deinen Beruf.
- Lerninhalte:
- Grundlagen der Bauausführung
- Umsetzung von Bauprojekten
- Überwachung und Kontrolle von Arbeiten
- ÜK-Kurse (Überbetriebliche Kurse): Hier übst du die praktischen Grundlagen und vertiefst dein Können unter Anleitung von Profis.
- Abschluss: Nach 2 Jahren schliesst du deine Ausbildung mit dem Eidgenössischen Berufsattest „Maurer/in EBA“ ab.
Abschluss EFZ
Maurer/in EFZ
- Dauer: 3 Jahre
- Praktische Ausbildung: An vier Tagen pro Woche arbeitest du direkt in einem Bauunternehmen. Dort sammelst du Praxiserfahrung und lernst, wie verschiedene Bauprojekte umgesetzt werden.
- Schule: Einen Tag pro Woche besuchst du die Berufsfachschule, um das theoretische Know-how zu erhalten – von Bauplänen bis hin zu Materialkunde.
- Lerninhalte:
o Grundlagen der Bauausführung
o Umsetzung von Bauprojekten
o Überwachung und Kontrolle der Arbeiten - ÜK-Kurse (Überbetriebliche Kurse): Hier kannst du deine praktischen Fähigkeiten unter Anleitung von Profis weiter vertiefen und dich perfekt auf den Berufsalltag vorbereiten.
- Abschluss: Nach drei Jahren schliesst du deine Ausbildung mit dem Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Maurer/in ab und eröffnest dir damit vielfältige Karrierechancen im Bauwesen.
Abschluss mit Berufsmatura
- Dauer: 3 Jahre
- Infos: Wenn du in der Schule sehr gute Leistungen erbringst, kannst du während deiner Ausbildung die Berufsmaturität erwerben. Das bedeutet, dass du neben deiner praktischen Arbeit auf der Baustelle auch vertiefenden Unterricht besuchst. Dafür sind in der Regel gute schulische Leistungen, Motivation und Organisationstalent erforderlich, da du Praxis und Theorie intensiv kombinierst.
Der Einsatz lohnt sich: Mit der Berufsmatura eröffnen sich dir erweiterte Karrierechancen im Bauwesen. So kannst du dich später zum/zur Baumeister/in, Architekt/in oder Bauingenieur/in weiterbilden. Dies ermöglicht dir, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen und deine berufliche Zukunft aktiv zu gestalten. Dank der idealen Kombination aus handwerklicher Praxis und fundiertem theoretischem Wissen steht dir im Bauhauptgewerbe eine erfolgreiche Karriere offen.
Weitere Wege zum EFZ (Art. 32 BBV)
Maurer/in EFZ berufsbegleitend (Art. 32 BBV – Qualifikationsverfahren)
Die berufliche Grundausbildung zum Maurer EFZ kann auch berufsbegleitend und ohne Lehrvertrag absolviert werden. Voraussetzung dafür sind mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon drei im Bauhauptgewerbe (bis zum Qualifikationsverfahren). Fehlendes theoretisches und praktisches Wissen kann durch entsprechende Bildungsangebote nachgeholt werden, die je nach Kanton variieren.
Am Ende wartet dasselbe Qualifikationsverfahren wie bei der regulären EFZ-Ausbildung. Das Gesuch um Zulassung ist beim kantonalen Berufsbildungsamt einzureichen. So eröffnest du dir auch ohne klassischen Lehrweg die Möglichkeit, einen anerkannten EFZ-Abschluss als Maurer/in zu erwerben und im Bauwesen durchzustarten.
Link zu den kantonalen Berufsbildungsämter: SDBB | CSFO
Maurer/in EFZ berufsbegleitend (Art. 31 BBV - Validierungsverfahren)
Das Validierungsverfahren nach Art. 31 BBV ermöglicht es, auch berufsbegleitend und ohne Lehrvertrag das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Maurer/in zu erwerben. Voraussetzung sind mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon drei im Bauhauptgewerbe. Deine gesammelten Erfahrungen und fachlichen Kompetenzen dokumentierst du in einem detaillierten Dossier. Anschliessend prüfen Fachleute dieses Dossier und führen ein Vertiefungsgespräch.
Wenn alle erforderlichen Kompetenzen nachgewiesen sind, stellt das kantonale Berufsbildungsamt das EFZ aus. Für das deutschsprachige Validierungsverfahren ist das Berufsbildungsamt des Kantons Bern zuständig.
BIZ Kanton Bern
Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene
Bremgartenstrasse 37
3012 Bern
Tel. +41 31 636 72 00
Kontakt per E-Mail
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Lohn während der Ausbildung
In der Schweiz hängen die Löhne für Maurerlernende von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel vom Kanton, vom Lehrjahr (1., 2. oder 3. Jahr) sowie von kantonalen und betrieblichen Regelungen. Üblicherweise steigen die Löhne mit jedem Ausbildungsjahr, da du immer mehr Verantwortung übernimmst und dein Können wächst.
Zur groben Orientierung findest du hier ungefähre Richtwerte (pro Monat, brutto):
Maurer/in EFZ (3-jährige Lehre):
- 1. Lehrjahr: ca. 950 CHF pro Monat
- 2. Lehrjahr: ca. 1’320 CHF pro Monat
- 3. Lehrjahr: ca. 1’860 CHF pro Monat
Maurer/in EBA (2-jährige Lehre):
- 1. Lehrjahr: ca. 840 CHF pro Monat
- 2. Lehrjahr: ca. 1’200 CHF pro Monat
Diese Zahlen können je nach Region und Betrieb etwas nach oben oder unten abweichen. Manchmal zahlen Unternehmen auch zusätzliche Zulagen, beispielsweise für Verpflegung, Fahrkosten oder andere Spesen. Es lohnt sich, direkt bei der Lehrstellensuche nachzufragen oder die Empfehlungen der regionalen Verbände einzusehen, um einen genaueren Überblick zu erhalten.
Die Basislöhne nach der Lehre findest du hier:
Lohn als Maurer/in EFZ oder Maurer/in EBA
Schulische Anforderungen
Maurer/in EFZ
- Mathematik: hohe Anforderungen
- Schulsprache: mittlere Anforderungen
- Naturwissenschaften: mittlere Anforderungen
Hier geht’s zum offiziellen Anforderungsprofil: Maurer/in EFZ
Maurer/in EBA (ehemals Baupraktiker/in EBA)
- Mathematik: einfache Anforderungen
- Schulsprache: mittlere Anforderungen
- Naturwissenschaften: einfache bis mittlere Anforderungen
Hier geht’s zum offiziellen Anforderungsprofil: Maurer/in EBA
Wenn du Spass am Handwerk hast und dein Können direkt auf der Baustelle unter Beweis stellen möchtest, ist das Bauwesen der ideale Einstieg für dich. Mit der EFZ-Ausbildung vertiefst du dein Fachwissen und übernimmst anspruchsvollere Aufgaben, während die EBA-Ausbildung praxisorientierter ist und einen schnelleren Einstieg ermöglicht.