Übersicht Ausbildungsmöglichkeiten Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in
Abschluss EBA
Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EBA
- Dauer: 2 Jahre
- Praktische Ausbildung: Du verbringst 5 Tage pro Woche in einem Bauunternehmen und lernst dort alles Wichtige direkt auf der Baustelle.
- Schule: 9 Wochen Blockkurse an der Berufsfachschule pro Jahr. Dort erhältst du das theoretische Wissen für deinen Beruf.
- ÜK-Kurse (Überbetriebliche Kurse): 35 Tage. Hier übst du die praktischen Grundlagen und vertiefst dein Können unter Anleitung von Profis.
- Abschluss: Nach 2 Jahren erhältst du das Eidg. Berufsattest „Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA“.
Abschluss EFZ
Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ
- Dauer: 3 Jahre
- Praktische Ausbildung: An fünf Tagen pro Woche arbeitest du direkt in einem Bauunternehmen. Dort sammelst du Praxiserfahrung und lernst, wie verschiedene Bauprojekte umgesetzt werden.
- Schule: 9 Wochen Blockkurse an der Berufsfachschule pro Jahr. Dort erhältst du das theoretische Wissen für deinen Beruf.
- ÜK-Kurse (Überbetriebliche Kurse): 50 Tage. Hier kannst du deine praktischen Fähigkeiten unter Anleitung von Profis weiter vertiefen und dich perfekt auf den Berufsalltag vorbereiten.
- Abschluss: Nach drei Jahren erhältst du das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ und eröffnest dir damit vielfältige Karrierechancen im Bauwesen.
Abschluss mit Berufsmatura
- Dauer: 3 Jahre
- Infos: Wenn du in der Schule sehr gute Leistungen zeigst, kannst du die Berufsmaturität während deiner Grundbildung absolvieren. Das bedeutet, dass du neben deiner praktischen Arbeit auf der Baustelle zusätzlich vertiefenden Unterricht besuchst. Dafür brauchst du in der Regel gute schulische Leistungen, Motivation und Organisationstalent, denn du kombinierst Praxis und Theorie intensiv.Der Einsatz lohnt sich: Mit der Berufsmatura hast du erweiterte Karrierechancen im Bauwesen – zum Beispiel kannst du dich später zum / zur Baumeister/in, Architekt/in oder Bauingenieur/in weiterbilden. So eröffnen sich dir noch mehr Möglichkeiten, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen und deine berufliche Zukunft aktiv zu gestalten. Dank der optimalen Mischung aus handwerklicher Praxis und fundiertem theoretischem Wissen steht dir im Bauhauptgewerbe eine erfolgreiche Karriere offen.
Weitere Wege zum EFZ (Art. 32 BBV)
Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ berufsbegleitend (Art. 32 BBV – Qualifikationsverfahren)
Die berufliche Grundausbildung zum/ zur Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ kann auch berufsbegleitend und ohne Lehrvertrag absolviert werden. Voraussetzung dafür sind mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon drei im Bauhauptgewerbe (bis zum Qualifikationsverfahren). Fehlendes theoretisches und praktisches Wissen kann durch entsprechende Bildungsangebote nachgeholt werden, die je nach Kanton variieren.
Am Ende wartet dasselbe Qualifikationsverfahren wie bei der regulären EFZ-Ausbildung. Das Gesuch um Zulassung ist beim kantonalen Berufsbildungsamt einzureichen. So eröffnest du dir auch ohne klassischen Lehrweg die Möglichkeit, einen anerkannten EFZ-Abschluss als Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in zu erwerben und im Bauwesen durchzustarten.
Link zu den kantonalen Berufsbildungsämter: SDBB | CSFO
Lohn während der Ausbildung
In der Schweiz hängen die Löhne für Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ
von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel vom Kanton, vom Lehrjahr (1., 2. oder 3. Jahr) sowie von kantonalen und betrieblichen Regelungen. Üblicherweise steigen die Löhne mit jedem Ausbildungsjahr, da du immer mehr Verantwortung übernimmst und dein Können wächst.
Zur groben Orientierung findest du hier ungefähre Richtwerte (pro Monat, brutto):
- 1. Lehrjahr: ca. CHF 800–950
- 2. Lehrjahr: ca. CHF 1’000–1’300
- 3. Lehrjahr: ca. CHF 1’600–1’800
Diese Zahlen können je nach Region und Betrieb etwas nach oben oder unten abweichen. Manchmal zahlen Unternehmen auch zusätzliche Zulagen, beispielsweise für Verpflegung, Fahrkosten oder andere Spesen. Es lohnt sich, direkt bei der Lehrstellensuche nachzufragen, um einen genaueren Überblick zu erhalten.
Schulische Anforderungen
Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ
- Mathematik: Mittlere bis hohe Anforderungen
- Schulsprache: Mittlere Anforderungen
- Naturwissenschaften: Mittlere Anforderungen
Hier geht’s zum offiziellen Anforderungsprofil: Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ
Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA
- Mathematik: Einfache Anforderungen
- Schulsprache: Mittlere Anforderungen
- Naturwissenschaften: Einfache bis mittlere Anforderungen
Hier geht’s zum offiziellen Anforderungsprofil: Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA
Wenn du Spass am Handwerk hast und dein Können direkt auf der Baustelle zeigen möchtest, findest du im Bauwesen genau den richtigen Einstieg. Mit der EFZ-Ausbildung vertiefst du dein Fachwissen und übernimmst anspruchsvollere Aufgaben, während die EBA-Ausbildung praxisorientierter ist und einen schnelleren Einstieg ermöglicht. Entdecke, welcher Weg am besten zu deinen Stärken passt und lege den Grundstein für deine Karriere als Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in!