François Faglia sorgt als Baupolier auf der herausfordernden Baustelle am Bahnhof Fribourg dafür, dass alles rund läuft – mitten im Bahnbetrieb, mit komplexer Logistik, Nachtarbeiten, Spezialmaschinen und vielen Beteiligten.
Text / Bild: Kinamo
Die Bauetappen am Bahnhof sind genau getaktet – angepasst an den Fahrplan, abhängig von Sperrzeiten, Zustimmungen und Freigaben. An diesem Tag stehen Ausbesserungen am Bahnsteig und Arbeiten im Gleisbereich auf dem Programm. Auf dem Gelände ist Koordination gefragt: Wer hat wo Zugang, wann kommt welche Maschine, wer arbeitet mit wem?


François Faglia sorgt dafür, dass alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort passiert. Als Baupolier bei der Grisoni-Zaugg SA ist er auf dieser Grossbaustelle verantwortlich dafür, dass der Betrieb trotz laufendem Bahnverkehr reibungslos läuft. Gearbeitet wird dabei häufig nachts – wenn weniger Züge verkehren und weniger Unterbrüche drohen.
Grisoni-Zaugg hat in der Romandie 15 Standorte und beschäftigt rund 1400 Festangestellte. Je nach Etappe sind zwischen 10 und 50 von ihnen seit 2021 im Einsatz am Bahnhof Fribourg.
François ist auch die zentrale Schnittstelle zu den externen Projektbeteiligten – von der SBB über Ingenieurbüros bis zu Subunternehmen. Zeitfenster müssen abgestimmt, Maschinenkoordinaten freigegeben und Zugänge geplant werden. «Wir haben viele Gespräche im Voraus: Wer kommt wann, wer darf wo rein?» Für François ist klar: «Man muss sich früh absprechen und aufeinander eingehen.» Und danach gemeinsam vorwärts machen.


Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit – nicht nur bei den Arbeiten selbst, sondern auch im laufenden Bahnbetrieb. Eine Person steht mit Funkgerät auf einem Aussichtsposten, eine Alarmbox mit Signalhorn ist ständig griffbereit: Sobald ein Zug losfährt oder durchfährt, wird gewarnt.
Nicht ganz ohne, hier den Überblick zu bewahren. François Faglia geht mit System vor: «Ich beginne die Woche mit den Technikern, bespreche die Etappen, mache Pläne. Dann teile ich die Teams ein und begleite die Umsetzung. Und wenn etwas nicht passt, reden wir.»


Das Miteinander im Team ist François besonders wichtig. «Wir sind fast wie eine kleine Familie – einer meiner Kollegen hat bei/mit mir die Lehre gemacht, wir arbeiten nun seit 23 Jahren zusammen.» Dass viele Kollegen auch nach der Pensionierung in Kontakt bleiben oder auf einen Kaffee vorbeikommen, freut ihn besonders.
François hat 1987 als Maurerlernender in Fribourg begonnen. Nach seiner Lehre folgten Aus- und Weiterbildungen bis zum Baupolier. Seit bald vier Jahrzehnten arbeitet er auf Baustellen – und denkt nicht ans Aufhören. Und er erinnert sich gerne an seine Anfänge auf dem Bau zurück: «Maurer ist ein schöner Beruf. » Klar, der Beruf sei körperlich anstrengend. Aber man ist draussen, sieht jeden Tag, was man schafft – und hat viele Möglichkeiten.

Ich kenne viele, die als Maurer angefangen haben und heute ein eigenes Unternehmen führen.
François Faglia
Wenn das Projekt am Bahnhof abgeschlossen ist, wechselt François auf eine neue Baustelle. Wohin, das weiss er meist erst wenige Monate im Voraus. Aber: «Es geht weiter. Und ich freue mich drauf.»
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