Robin Hollenstein am arbeiten

Null Nervosität und volle Konzentration für Bern

Bei Robin Hollenstein geht’s bald um’s Ganze: Der 18-jährige frischgebackene Maurer EFZ aus Bütschwil bereitet sich intensiv auf die SwissSkills 2025 vor.  Während andere nervös werden, wenn viele zuschauen, behält Robin einen kühlen Kopf und beeindruckt mit seiner Konzentration und Leidenschaft für das Handwerk.

Text / Bild: Kinamo

Zurzeit ist Robin Hollenstein auf einer  Baustelle in Bütschwil im Einsatz, einem Dorf im ländlichen Toggenburg. Heute mauert er Kalkstein an einem Doppeleinfamilienhaus – er ist ruhig, fokussiert, ganz bei der Sache. Robin hat seine Ausbildung bei der Oberhänsli Bau AG kürzlich mit Bravour abgeschlossen – als Bester des Kantons St. Gallen. Seine Abschlussnote spricht für sich und zeigt: Er hat nicht nur Talent, sondern auch das nötige Durchhaltevermögen.

Aktuell arbeitet Robin weiterhin bei der Oberhänsli Bau AG, einem Bauunternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden, darunter sieben Lernende. Der Betrieb ist breit aufgestellt, Robin ist im Hochbau tätig. In kleinen Teams unterwegs, profitiert er vom grossen Know-how seiner Kolleginnen und Kollegen. Auch Kundenarbeiten gehören zum Alltag: ausbessern, verputzen, improvisieren – mitdenken ist gefragt.

Ich kann viel vom Baupolier und Bauvorarbeiter lernen.

Robin Hollenstein, SwissSkills 2025 Finalist

Baubegeistert – damals und heute
Schon als Kind begeisterte sich Robin für die Baumaschinen, die auf den Baustellen in der Nachbarschaft standen. Seine Begeisterung für die Bauwelt ist bis heute weiter gewachsen und zeigt sich in seiner Arbeit. Weil Robin in den überbetrieblichen Kursen sehr gute Leistungen zeigte, wurde er zur Vorausscheidung für die SwissSkills eingeladen – und qualifizierte sich.

Kurz nachgefragt

Was geht dir durch den Kopf, wenn du an die SwissSkills denkst?
Robin: Nervös bin ich nicht, ich freue mich sehr darauf. Es wird sicher ein cooles Erlebnis und falls es nicht ganz reicht, dann weiss ich: ich hab’s bis ins Finale geschafft!

Wie bereitest du dich konkret auf den Wettkampf vor?
Robin: Im August habe ich eine intensive Trainingswoche in der Maurerhalle in Gossau SG.
Dazu arbeite ich auf den Baustellen gezielt daran, meine Geschwindigkeit am Mauerwerk zu verbessern.

Bleibt neben dem Arbeiten und der Vorbereitung noch Zeit für Hobbys?
Robin: Ja klar, ich «tschutte» und bin auch noch Trainer im FC Bütschwil. Während den Wettkämpfen kommt dies jeweils ein wenig zu kurz, sonst komme ich aber gut dazu.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Robin: Ich freue mich, dass ich im Betrieb bleiben kann. Im Winter 2026 geht es ab ins Militär und nachher wäre eine Weiterbildung schon ein Ziel. Also Bauvorarbeiter, Baupolier und danach mal schauen.

Würdest du den Beruf als Maurer weiterempfehlen?
Robin: Sicher, der Beruf ist sehr vielseitig und man macht immer etwas anderes. Man ist immer draussen, was bei Sonne sehr schön ist. Teils regnet es auch, dies hält mich aber vom Job nicht ab.

Steckbrief von Robin Hollenstein

Die Berufsmeisterschaften in Bern machen die Vielfalt und Bedeutung der Berufsbildung in der Schweiz medial sichtbar. Sie bieten den jungen Profis ein Sprungbrett für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. «Ich bin der einzige Maurer aus der Ostschweiz», sagt Robin stolz.

Alles, was jetzt kommt, ist ein Bonus.

Robin Hollenstein, SwissSkills 2025 Finalist

Michael Oberhänsli, Ausbildungsleiter und Sicherheitsbeauftragter der Firma, schätzt Robins Leidenschaft für seinen Beruf: «Er investiert viel Zeit, auch in der Freizeit. Aber er macht es gerne – und das merkt man!»

Sie schätzen sich glücklich, ihren Lernenden eine gute Ausbildung bieten zu können, sagt Michael Oberhänsli. Aber für eine Teilnahme an den SwissSkills brauche es mehr: Einsatz, Talent, Freude. «Robin bringt das ganze Paket mit.»

Robin hat kürzlich seine LAP mit grossem Erfolg abgeschlossen und sich damit den ersten Meilenstein seiner beruflichen Laufbahn gesichert. Nun liegt der volle Fokus auf den SwissSkills 2025. «Die LAP war für mich persönlich einfacher als die SwissSkills», meint er rückblickend. Aktuell trainiert er auf der Baustelle und bereitet sich zusätzlich in einer intensiven Trainingswoche in der Maurerlehrhalle in Gossau gezielt auf den Wettkampf vor.

Erfolg ist Kopfsache
Robin bringt eine starke mentale Vorbereitung mit. Das spürt man im Gespräch mit ihm. «Man muss motiviert sein, konzentriert arbeiten, immer möglichst perfekt», sagt er. Dass Robin dabei ganz ruhig bleibt – auch wenn viele zuschauen – könnte an den SwissSkills den Unterschied machen. Robin zeigt starke Nerven. «Ich bin nicht nervös. Ich freue mich einfach.»

Nach den SwissSkills will Robin weitermachen, Bauvorarbeiter werden, und dann Baupolier. Bei Oberhänsli möchte er bleiben – die Perspektiven stimmen. «Wir können alles anbieten», sagt Michael Oberhänsli dazu. Die Vielseitigkeit und das Potenzial einer Laufbahn im Bauwesen – das ist bei der Oberhänsli Bau AG gegeben. «Es ist ein super Job, mit viel Teamarbeit und Fortschritte an jedem Tag», sagt Michael Oberhänsli. Auch Robin legt seinen Beruf anderen jungen Menschen ans Herz: «Du bist draussen, machst jeden Tag etwas anderes – und siehst, was du geschafft hast.»

Bauberufe.ch wünscht Robin eine erfolgreiche Teilnahme und viel Spass an den SwissSkills. Junge Talente wie er sichern die Zukunft unserer starken Baubranche – wir sind stolz auf dich!

Petra Stocker

Kampagnenleiterin Berufsmarketing

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