Mit 28 im Lead

Während vielerorts in der Schweiz Läden dicht machen und Verkaufsflächen leer stehen, sieht das in einem Dörfchen im Kanton Graubünden anders aus – hier werden zahlreiche neue Outlet-Ladenlokale gebaut. Mittendrin: der 28-jährige Andrin Egli, der als Baupolier auf der Grossbaustelle viel Verantwortung trägt.

Text/Bild: Kinamo


Das Outlet-Dörfchen bei Landquart ist eine echte Erfolgsgeschichte. Nun wird das Freiluft-Shopping-Center erweitert. Auf 5000 zusätzlichen Quadratmetern entstehen 14 neue Geschäfte und ein vierstöckiges Parkhaus mit 350 Stellplätzen. Seit Sommer 2023 arbeitet ein sieben- bis zehnköpfiges Team der Zindel United zusammen mit anderen Einheiten und Bauunternehmen an der Erweiterung. Auf der Baustelle ist an diesem Morgen reger Betrieb. Wände und Decken werden geschalt und am Nachmittag mit Beton gefüllt. Insgesamt werden auf der Baustelle rund 16’000 Kubikmeter Beton verbaut – ein Teil davon stammt aus dem wiederaufbereiteten Mischabbruch, gewonnen aus dem Rückbau der ehemaligen Tiefgarage. Mittendrin: der 28-jährige Andrin Egli, Baupolier bei Zindel United.

Trotz jungem Alter trägt er schon eine grosse Verantwortung. Als Baupolier ist Andrin Egli Koordinator, Taktgeber und Ansprechperson für alle Fragen auf der Baustelle. Er plant, was wann betoniert wird, stimmt sich mit Ingenieuren ab, ruft die Eisenleger, teilt das Zindel-Team ein – und sorgt so dafür, dass alles nach Plan läuft. Aber: Auf einer Grossbaustelle kann immer etwas dazwischenkommen. Und dann zahlt sich aus, dass Andrin den Überblick bewahrt und flexibel ist: er schichtet Ressourcen um, zieht Leute hinzu oder verlegt Arbeitsschritte – schnell und lösungsorientiert.

Den Überblick zu bewahren, das gelingt ihm am besten, wenn er draussen auf der Baustelle ist. Deshalb erledigt Andrin seine «Büroaufgaben» wie Telefonate und Denkarbeit auch mal lieber draussen als in der Baracke. Das geht dank Tablet und Smartphone mittlerweile problemlos. «Ich bin näher dran. Ich sehe, was los ist, spüre die Bedürfnisse, und die Leute können direkt zu mir kommen – ohne Hürde», sagt Andrin.

Auf der Baustelle ist Teamarbeit zentral. «Wir sind fast wie eine Familie», sagt Andrin. Dazu passt, dass sie den teaminternen WhatsApp-Chat «La Familia dei Cantieri» getauft haben. Gemeinsame Abendessen oder Bowlingabende stärken den Zusammenhalt. «So schaffen wir auch grosse Projekte – oft sogar vor Termin», ist Andrin überzeugt.

Apropos Ausbildung … das Thema ist für Andrin nicht vorbei. Seine aktuelle Rolle gefällt ihm zwar gut, ihn reizt aktuell das Feintuning in seiner Tätigkeit als Baupolier: Punktuelle Weiterbildungen für BIM, digitale Rapportierung, praktische Tools für den Alltag.

Im Moment passt es für mich. Aber ich bin offen – vielleicht kommt irgendwann noch der Bauführer.

Andrin Egli, Baupolier

Andrin weiss es zu schätzen, dass er bei einem grossen Projekt wie in Landquart Verantwortung übernehmen darf. «Das ist für mich ein echtes Highlight.» Umso mehr freut er sich über die nächsten Herausforderungen. Ende Mai ist die Arbeit für Andrin und sein Team getan, dann geht es an den Innenausbau der Ladenflächen, bis der neue Teil im Frühjahr 2026 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. «Ich bin im Kopf schon beim nächsten Projekt», sagt Andrin. Bald beginnt der Neubau der Fachhochschule in Chur.

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Eine Karriere auf dem Bau hat viel zu bieten. Um Fachkräfte der Zukunft anziehen, ausbilden und in der Branche halten zu können, kommt den Bauunternehmen eine zentrale Rolle zu. Auf den Baustellen der einzelnen Firmen entscheidet sich, ob interessierte Talente bleiben und zu Leistungsträgern werden können. Viele Bauunternehmen machen hier einen tollen Job. In der Berufswerbungskampagne setzen wir bewusst auf gute Geschichten direkt aus den Unternehmen.   

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Petra Stocker

Kampagnenleiterin Berufsmarketing

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