Am liebsten mache ich Randabschlüsse

Emanuel Egli

Strassenbauer EFZ, Amrein Gebr. AG

Zum ersten Mal in einem Bagger sass Emanuel Egli, als er gerade mal zwei Jahre alt war. Fasziniert vom Strassenbau war er also schon immer. Seit ein paar Monaten ist der Luzerner selber ein ausgebildeter Strassenbauer.

«Dass ich ein Handwerk lernen wollte, war für mich schon immer klar», erinnert sich Emanuel Egli. Er hatte sich einige Berufe angeschaut und sich dann aber eindeutig für den Strassenbau entschieden. Ausschlaggebend waren zwei Dinge: «Zum einen hatten es mir die Maschinen angetan. Schon seit ich ein kleiner Bub bin, bin ich ein Fan von Baggern und Lastwagen.» Dann ist es aber auch die Abwechslung, die ihm sein Beruf bietet.
 
Heute Morgen sind sie zu dritt auf der Baustelle. Das ist meistens so. In den letzten Wochen hat Emanuel zusammen mit dem Polier und dem Maschinisten eine neue Quartierstrasse gebaut. Rund um die Strasse wächst noch Gras. Doch bald werden hier Wohnhäuser entstehen. Die Strasse samt allen Leitungen ist aber schon fast bereit. Dafür haben Emanuel und seine Kollegen gesorgt. Was noch fehlt, sind kleine Umgebungsarbeiten und der schwarze Asphaltbelag.
 
Viele meinen, Strassenbauer bauten den ganzen Tag nur Asphaltbeläge ein. Das stimmt aber nicht. «Das Asphaltieren ist nur ein Teil meiner Arbeit als Strassenbauer», stellt Emanuel klar. Strassenbauer sorgen zum Beispiel auch für den stabilen Untergrund, sie verlegen Leitungen, betonieren Fundamente oder versetzen Randsteine.
 
Letzteres hat es Emanuel besonders angetan. «Die Arbeit mit den Steinen. Randabschlüsse oder Pflästerungen. Das finde ich extrem abwechslungsreich. Alle die unterschiedlichen Steinsorten und Verlegearten, gerade und runde Elemente, Aussparungen und Verkehrsinseln. Das ist spannend.»
 
Strassenbauer sind immer im Freien. Das hat Vor- und Nachteile. «Im Winter ist es draussen schon kalt. Manchmal verdammt kalt», erzählt Emanuel, «im Sommer werde ich dafür immer schön braun. Und das ist ja auch nicht ohne.»
 
Schon bald geht für Emanuel die Rekrutenschule los. Danach möchte er etwas Ferien machen: «Ich möchte die Welt sehen. Doch dann will ich wieder zurück. Es gefällt mir auf dem Strassenbau.»