Pflästern gefällt mir auf der ganzen Linie

Dario Coduri

Pflästerer EFZ, Ammann und Coduri AG

Erst vor ein paar Wochen hatte Dario Coduri seine Lehre abgeschlossen. Dass er Pflästerer lernen wollte, war ihm bereits in der Primarschule klar.
 
«Regen? Das macht mir nichts aus. Mit der richtigen Einstellung und Bekleidung spielt das Wetter überhaupt keine Rolle», betont Dario Coduri. Sagts und wendet sich wieder der Arbeit zu. Sein Werk, eine Bogenpflästerung, wird dereinst den Vorplatz eines Schulhauses verschönern.
 
Im Moment regnet es wie aus Kübeln. Aber Dario ist sich das gewohnt. Ein echter Pflästerer lässt sich vom Regen nicht die Laune verderben. Schutzlos ist er dem Wetter sowieso nicht ausgesetzt. Er hat sich nämlich seinen Arbeitsplatz mit einem Standzelt abgeschirmt.
 
Dario vergisst schnell, was rundherum passiert. Seine Aufmerksamkeit gilt den Steinen. Ein rascher Griff nach hinten, und schon hält er den nächsten Stein in der Hand. Gekonnt setzt er ihn an die richtige Stelle und klopft ihn mit dem Pflästererhammer leicht in den Kies. Dann der nächste Stein. Langsam entsteht unter seinen Händen eine schöne, regelmässig geschwungene Oberfläche.
 
Für Dario ist klar: «Pflästern ist eindeutig meine Lieblingsarbeit.» Bogenpflästerungen, Reihenpflästerungen, Kreis- und Segmentpflästerungen, manchmal eine Wildpflästerung oder gar ein Mosaik – das Repertoire der Pflästerinnen und Pflästerer ist gross. Dario hat seine Lehre im Pflästererbetrieb seines Vaters gemacht.
 
Über seinen Vater ist er schon früh mit dem Pflästern in Kontakt gekommen. «Ich schnupperte auch bei anderen Berufen. Doch keiner hat mir so gut gefallen wie der Pflästerer», erzählt Dario Coduri. Er weiss auch: «Pflästerer ist echtes Handwerk. Maschinell pflästern, das geht nicht!» Und ja, auch der Lohn stimmt.
 
Die ersten Wochen in der Lehre waren nicht leicht, erinnert sich Dario. «Das Aufstehen am Morgen früh, die körperliche Arbeit, das war ich von der Schule her nicht gewohnt.» Doch mittlerweile ist das Alltag. Normalerweise ist er um 6 Uhr im Werkhof. Ist die Baustelle weiter weg, auch mal früher.
 
Für die Lehrabschlussprüfung hat er sich richtig reingehängt und viel gelernt. Der Einsatz hat sich gelohnt. Dario hat die Schlussprüfungen mit Bravour bestanden. «Jetzt möchte ich vorerst ein paar Jahre auf dem Beruf arbeiten.» Was ihm die Zukunft bringt, weiss Dario noch nicht. Die Aussichten als Pflästerer sind auf alle Fälle ausgezeichnet.