Bei uns schaut jeder für den andern

Dejan Cekic

Grundbaupraktiker EBA, 2. Lehrjahr

Das Wetter kann Dejan Cekic nichts anhaben. Klar gibt es Schöneres, als im Regen zu stehen. Doch den Grundbaupraktiker haut so schnell nichts um. Er liebt seine Arbeit. Darum macht er nach der zweijährigen auch gleich die dreijährige Lehre.
 
Oben donnern die Autos über die Autobahn. Ein paar hundert Meter weiter starten und landen die Flugzeuge. Dejan und seine Mannschaft sichern ein Strassentrassee direkt beim Flughafen Zürich. Daneben soll dereinst eine neue Lagerhalle stehen. Von der Arbeit der Grundbauer wird man später nichts mehr sehen. Dejan weiss aber: «Ohne unsere Arbeit wäre es unmöglich, hier sicher ein Gebäude zu bauen.» Deshalb sind die Grundbauer hier. Sie bohren mit einem Ankerbohrgerät leicht geneigte Löcher durch die Wand in den Baugrund. Mit Stahlstäben und Mörtelinjektionen wird die Wand anschliessend im Baugrund verankert.
 
«Du musst den Kopf immer bei der Sache haben», sagt Dejan. Bohrungen müssen präzise ausgeführt sein. Der Bohrkopf wird punktgenau platziert. Mit der Wasserwaage wird die Lage des Bohrrohrs kontrolliert. «Wir arbeiten immer in Teams und helfen uns gegenseitig», erklärt Dejan. Grundbau ist ein Mannschaftssport. Das gefällt Dejan, der bis vor Kurzem beim FC Horw Fussball spielte.
 
«Ich interessierte mich schon während der Schulzeit für die Baustellen mit diesen Maschinen. Natürlich hatte ich damals keine Ahnung, was das ist», erzählt Dejan. Dann bewarb er sich bei der Firma Eggstein AG und erhielt prompt eine Lehrstelle. «Bevor ich mich entschied, schnupperte ich zwei Wochen. Doch dann wusste ich: Das ist mein Beruf.» Er liebt die Vielseitigkeit im Grundbau. «Wir hatten sogar eine Baustelle, auf der ein Hubschrauber eingesetzt wurde!»
 
Am liebsten macht Dejan Grossbohrungen. «Was diese Bohrgeräte leisten, die Kraft, mit der sie die Bohrrohre in den Boden drehen, ist schon eindrücklich. Unglaublich!» Dejans Augen leuchten. Und die Schattenseiten? «Klar ist der Dreck nicht angenehm. Aber wenn du aufpasst, ist er gar nicht so schlimm.» Dejan macht seinen Beruf wirklich gerne. Irgendwann einmal, wenn er nach der zweijährigen die dreijährige Lehre abgeschlossen hat, möchte er Polier werden. Das weiss er schon jetzt.