Fondue hebt die Stimmung

Baustellenchef
Am liebsten sind Daniel Baer Autobahnprojekte mit grossen Teams, starken Maschinen und dem Wettlauf mit der Zeit. Er ist seit zwölf Jahren Baustellenchef.

Welche Vorarbeiten braucht so ein 6-Streifen-Ausbau?
Wir verlegen Flurwege, richten den Installationsplatz und die Notzufahrten ein und bauen einen provisorischen Zaun sowie eine Kommunikationsleitung. Und natürlich bauen wir die Brücke zurück, und parallel dazu erstellen wir die Notbrücke.

Was sind Ihre Hauptaufgaben bei den Vorarbeiten auf der A1?
Als Baustellenchef habe ich eine Menge administrativer Arbeiten zu erledigen. Dafür steht mein Büro-Container auf dem Installationsplatz. Hier erstelle ich die monatlichen Abrechnungen, hole Bewilligungen für die Nachtarbeit ein oder arbeite die Bauprogramme aus.

Was ist die grösste Herausforderung beim aktuellen Projekt?
Ganz klar das Wetter. Wir haben im Oktober angefangen und waren den ganzen Winter über beschäftigt. Nicht gerade die übliche Jahreszeit für diese Arbeiten. Als kurz vor Weihnachten der erste Schnee fiel, gerieten wir beim Bau der Notbrücke in grosse Schwierigkeiten. Die Zeit lief uns davon. Wir mussten zwei Wochen lang Nachtschichten einlegen, um rechtzeitig fertig zu werden.

Wie meistern Sie und Ihr Team eine solch schwierige Situation?
Mir ist es enorm wichtig, ein motiviertes Team zu haben, das parat ist. Gerade während der harten Zeit vor Weihnachten war es nicht einfach, die Leute bei Laune zu halten. Tag- und Nachtschichten bei Regen und Schnee schlagen irgendwann aufs Gemüt. Nach Abschluss der Arbeiten gab es ein Fondueessen in meinem Büro, das hat die Stimmung wieder gehoben.




(Die Textwerkstatt | B. Magazin)