Einsatz auf der A1

Vor dem Start des 6-Streifen-Ausbaus Härkingen – Wiggertal: Auf dem 9,3 Kilometer langen Streckenabschnitt haben die Vorarbeiten begonnen – Tag-und-Nacht-Einsatz auf der A1.

 Die gesamte Belegschaft hat sich auf der Brücke bei Härkingen, hoch über der A1, versammelt. Das Metallgeländer wurde bereits in einem sprühenden Funkenregen entfernt. Der 300-Tonnen-Pneukran steht bereit zum Rückbau, auf der Brücke sind die Schnitte, die vorher gemacht wurden, deutlich zu sehen. Insgesamt sieben Brückenstücke, jedes um die 30 Tonnen schwer, sollen am Pneukran einzeln auf den Tieflader schweben. Anspannung liegt in der Luft: Wird alles planmässig ablaufen? Werden sich die Brückenteile nicht verkanten? Kann der Zeitplan eingehalten werden?

Punkt 21 Uhr kommt Bewegung in die Sache. Der Arm des Pneukrans schwenkt über die Brücke, zwei Männer nehmen die faustdicken Ketten in Empfang und führen sie durch die Löcher im Brückenboden. Auf dem Gerüst unter der Brücke verbindet das zweite Team die Kettenenden. Der Kranarm bewegt sich, die Kette spannt. Langsam, ganz langsam hebt sich das erste 30-Tonnen-Brückenstück in die Luft. Kein Verkanten, keine ausserplanmässigen Manöver.

Hoch über der A1 schwenkt das mächtige Betonteil Richtung Tieflader, das nächste Team nimmt die Ladung in Empfang und befestigt sie sicher auf dem Anhänger. Schon fährt der Sattelschlepper Richtung Kieswerk. Es folgt das zweite und dritte der insgesamt sieben Brückenstücke. Bei den Verantwortlichen am Brückenrand macht sich Erleichterung breit: Trotz einspuriger Verkehrsführung fliesst der Verkehr unter der Notbrücke zügig in beiden Richtungen.


(Die Textwerkstatt | B. Magazin)

Mehr Infos

Der Text stammt aus dem B.Magazin, der Zeitschrift der Berufsfachschule Verkehrswegbauer.

Das B.Magazin
Interview