«Nach der Schnupperlehre war ich mir sicher, dass der Maurerberuf das Richtige für mich ist!»

20.07.2017

Du bist auf der Suche nach einer spannenden Lehrstelle auf dem Bau? Wir haben zwei getroffen, die wissen, wie es geht: Flavia Schnoz hat ihre Lehre vor drei Jahren abgeschlossen. Sie hat sich auch als erste Frau überhaupt für die Schweizermeisterschaft der Maurer qualifiziert. Dario Näf hatte bereits eine abgeschlossene Lehre. Die guten Weiterbildungsmöglichkeiten als Maurer haben ihn aber dazu bewogen, den Beruf zu wechseln. Er ist jetzt im 3. Lehrjahr als Maurer. Im Interview geben dir die beiden Tipps, damit bei deiner Lehrstellensuche alles super läuft! 

Warum habt ihr euch für eine Lehre als Maurer/in entschieden?
Flavia: Ich war schon immer gerne draussen und habe mit den Händen gearbeitet, deshalb war eigentlich klar, dass ich etwas in diese Richtung machen will. Dass ich dann auf dem Bau gelandet bin, war eher Zufall: Unser Nachbar führt einen Betrieb. Da konnte ich schnuppern und habe gemerkt, dass mir das sehr zusagt.
Dario: Bei mir genau so: Es ist mir wichtig, im Freien zu arbeiten. Zudem finde ich die Weiterbildungsmöglichkeiten, die der Maurerberuf bietet, super. Und auch die Arbeitszeiten sind im Vergleich zu anderen Stellen ganz ok.

Dario, hast du auch eine Schnupperlehre absolviert?

Dario: Ja, ich habe zwei Wochen als Maurer gearbeitet. Für mich war klar, dass ich vorher unbedingt schauen will, ob die Ausbildung zum Maurer wirklich etwas für mich ist. Und in den zwei Wochen hat sich dann schnell gezeigt, dass Maurer genau mein Ding ist.

Flavia, warst du noch bei einem anderen Betrieb?

Flavia: Ja, nachdem ich bei meinem Nachbarn war, war ich noch bei einem zweiten, deutlich grösseren Betrieb. Dort habe ich nochmals andere Einblicke in den Beruf gewonnen. Ich war mir dann aber sicher, dass Maurerin das Richtige für mich ist!

Wie habt ihr euch auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet? Und wie ist es abgelaufen?

Dario: Ich habe mir die klassischen Fragen überlegt wie «Warum sollten wir dich nehmen?» und habe mir Gedanken zu meinen Stärken und Schwächen gemacht.

Flavia: Ich habe mich weniger auf solche Fragen vorbereitet. Nach der Schnupperlehre wusste ich, dass es bei mir vor allem darum geht zu zeigen, dass ich wirklich motiviert bin und Freude habe am Beruf. Das Gespräch lief gut aber ich war die ganze Zeit mega nervös.

Dario: Ja, das war ich auch. Aber bei mir hat es sich mit der Zeit gelegt. Ich habe mir viel zu viele Gedanken gemacht, am Schluss war alles ziemlich locker und die Nervosität ist verflogen. Dennoch war es gut, dass ich mir die Fragen überlegt habe.

Welchen Tipp habt ihr für die Schülerinnen und Schüler, die jetzt eine Lehrstelle suchen?

Flavia: Ich würde beim Schnuppern schauen, dass man in verschiedene Betriebe schauen kann. Jeder Betrieb hat etwas andere Schwerpunkte, auch wenn es dieselbe Lehre ist.

Dario: Mein Tipp ist, dass man sich ein bisschen vorbereitet und sich Gedanken macht, was am Gespräch gefragt werden könnte. Lieber überlegt man sich zu viel als zu wenig. Wenn der/ die Lehrmeister/in dann merkt, dass man schnell auf die Fragen antworten kann, ist das auch ein gutes Zeichen, weil sie oder er merkt, dass man sich Gedanken gemacht hat.

Merci! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg.